Homöopathie

DSCF6162Bei einer homöopathischen Behandlung wird zunächst in einem sehr intensiven Gespräch und bei einer eingehenden Untersuchung, der sogenannten Erstanamnese, möglichst genau festgestellt, was den Patienten, dh das ganze System von Körper, Geist und Seele mitsamt seiner Umgebung und Vorgeschichte, so aus dem Gleichgewicht bringt, dass er mit den Symptomen einer Krankheit reagieren muß, um sein Gleichgewicht noch möglichst weitgehend aufrecht erhalten zu können. Dem nähert man sich an, indem man genau beobachtet, wie der jeweilige Körper seine Regulationsvorgänge steuert und wo er dabei Schwierigkeiten oder Schwachpunkte hat. Besonderes Augenmerk wird  noch auf die seelische Befindlichkeit gerichtet, denn hier zeigt sich oft schon vor dem Auftreten körperlicher Symptome, dass man mit einem Ungleichgewicht zu kämpfen hat.

Eine weitere Besonderheit der Homöopathie ist nicht nur der Weg zur Diagnose, sondern auch die Anwendung des Heilmittels. Entsprechend der Genauigkeit, mit der der Patient erfasst wird, ist auch die Unterschiedlichkeit der Heilmittel, die aus allen Bereichen der belebten und unbelebten Natur stammen. Inzwischen sind tausende verschiedene Mittel erforscht worden, so dass man wie bei einem Schlüssel-Schloß-Prinzip ein genau zu dem jeweiligen Krankheitszustand passendes Mittel auswählen kann, das sogenannte Similium.

Dem Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann (1755-1843), verdanken wir die bahnbrechende Erkenntnis, dass ein Heilmittel genau die Zustände heilt, die es bei einem gesunden Menschen oder Tier hervorrufen kann. Da er daraufhin viele Substanzen auf ihre Heilwirkung überprüfte, war es notwendig, in möglichst feinen Dosierungen zu arbeiten. Dabei entdeckte er ein zweites völlig neues Prinzip: je weiter er einen Stoff verdünnte und je häufiger er ihn dabei verschüttelte oder verrieb, umso stärker trat seine Heilwirkung hervor. Er nannte diesen Vorgang dynamisieren oder potenzieren. Es stehen also dem Behandler zusätzlich noch eine Vielzahl von Potenzen von jedem Mittel zur Verfügung, die eine sehr individuell angepasste Behandlung ermöglichen.

In dieser Form der Medizin ist also der Hauptaufwand nicht im Bereich teurer Geräte und Medikamente, sondern in der Zeit und Aufmerksamkeit, die dem Patienten gewidmet wird. Eine homöopathische Behandlung beginnt immer mit einer Erstanamnese, die zwischen ein und drei Stunden dauern kann. Nach Auswahl und Einnahme eines Mittels braucht der Körper Zeit zum Reagieren, in anschließenden Folgeanamnesen wird der Heilungsprozeß weiter unterstützt. Liegt eine Erstanamnese vor, kann in akuten Fällen natürlich darauf zurückgegriffen werden und die Auswahl eines Akutmittels unter Umständen recht schnell erfolgen, so dass sich der Zeitaufwand für Patient und Behandler dadurch sehr verkürzt.

die Elbe....

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