Zum Glück gibt's EFT

Warum man glücklich sein trainieren sollte

Therapiehof Elbtalaue, Martina Gnodtke

 

Mein diesjähriger EFT Thementag beschäftigt sich mit „Glückstraining“. Die Frage, ob man Glück tatsächlich trainieren kann, ist dabei gar nicht so zentral. Eher lässt sich feststellen, dass man Glück trainieren sollte! 

Wir hängen nämlich sehr an unseren Gewohnheiten und das ist auch gut so. Der innere Schweinehund ist eine wichtige Instanz, um gut im seelischen Gleichgewicht zu bleiben. Es gibt viele Sätze und Sprüche, die das beschreiben: „Never touch a running system!“ (verändere nichts, was funktioniert), „verschlimmbessern“, „die Komfortzone verlassen“, „nicht das bekannte Elend gegen das unbekannte Glück eintauschen“, „wat de Buer nich kennt, fritt he nich“… usw. Wenn wir mit uns und unserer Umwelt ein gut gehendes Gleichgewicht erreicht haben, tun wir gut daran, alles beim Alten zu belassen, das ist ein ganz archaisches Grundprinzip, das beinahe schon zu den Überlebensmechanismen gehört. 

Aber es gibt ja immer mehrere Meinungen, sogar in uns selbst und es gibt immer einen Impuls, der will alles beim Alten belassen und die Stabilität nicht gefährden und einen Impuls, der uns drängt, etwas zu entdecken und auszuprobieren, wie etwas besser geht. Das ist unsere Natur. Zwischen diesen beiden Triebfedern- Stabilität und Entwicklung- bewegen wir uns ständig. Meist läuft das unbewusst ab und da, wo wir uns seelisch bewegen könnten, da sind wir nicht gewohnt, hinzuschauen. Manches, was schwierig läuft, stellen wir gar nicht in Frage. „Ich bin zufrieden, mir geht’s gut“, ist, was wir einander häufig mitteilen. („Mutt ja“, heisst es hier bei uns im Norden. „Es muss ja irgendwie gehen“)  Mehr als zufrieden muss ja auch gar nicht sein!  ?? 

Nö, muss nicht, kann aber! 

Und das ist, was ich vermitteln möchte. Auch ich hatte erst einen großen Leidensdruck, bevor ich angefangen habe, nach Wegen zu suchen, etwas zu verändern. Bei einer Ausbildung in der Kinesiologie begegnete mir damals EFT zum ersten Mal und ich konnte feststellen, dass diese Methode nichts zu wünschen übrig lässt. Es ist wie ein Schweizer Offiziersmesser. Mit einer ganz kleinen Ausstattung kann man fast alles damit machen. Es ist eine perfekte Selbsthilfemethode, die jederzeit und überall unauffällig anwendbar ist und mit der man sich selber Erste Hilfe geben kann, wenn man in einem emotionalen Brennpunkt steckt. Oder man nimmt es als Selbstpflege und macht in vielen kleinen Schritten den umfassenden „Inneren Friedensprozess“, ganz allein für sich. 

Oder in der Hand eines ausgebildeten Therapeuten ist es ein Instrument um schwerste Problematiken damit zu entschärfen und präzise den schmerzenden Punkt zu finden und die Lösung gleich mitzuliefern (denn die steckt schon in dir, hinter dem Problem versteckt). Jegliche Ängste und Sorgen, Konflikte, Glaubenssätze, alte Muster, Unzufriedenheit, aber auch psychosomatische Beschwerden, einschliesslich der körperlichen Schmerzen, zB Spannungskopfschmerzen, aber auch Allergien und chronische Prozesse können damit gelöst, gelöscht oder zumindest gelindert werden. Bis hin zu Begleiterscheinungen von traumatischen Belastungen und auch Phobien kann mit professioneller Begleitung alles behandelt werden. Meine eigene Spinnenphobie zB habe ich damit nach und nach selbst behoben. 

Das Problem mit EFT ist, dass es so einfach ist. Es ist schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt, wenn eine Information, die lange in einem Menschen kreiste wie ein Flugzeug ohne Landeerlaubnis über dem Airport, plötzlich einsortiert ist und man sich davon wie befreit fühlt. Das zu beschreiben führt schnell dazu, dass man klingt wie ein Verkäufer in einer Dauerwerbesendung. 

Das Schönste als EFT Therapeut ist, direkt nach der Behandlungssequenz in das verblüffte Gesicht des Klienten zu sehen, der auf der Skala von 0-10 die Stärke seines Problems bewerten soll, in sich hineinfühlt und feststellt, dass es verschwunden ist. 

Wer noch nie die Erfahrung gemacht hat, wie Emotionen sich verändern, wenn man ihre Grundlagen verändert hat, wie Dinge wie gelöscht erscheinen, dem kann man es weder beschreiben, noch kann er es sich vorstellen.

Und die Leichtigkeit, die sich daraus ergibt, kann beängstigend sein. Es kann sich auch kränkend anfühlen, wenn etwas, das man jahrelang mit sich herumgeschleppt hat, angeblich in Minuten weg zu zaubern geht...

Deswegen ist es nicht nur möglich, glücklich sein zu trainieren, sondern durchaus auch nötig!

Am EFT Thementag „Glückstraining“ werde ich EFT vorstellen. Die Selbstanwendung wird erlernt und ich berichte euch allerlei über die Voraussetzungen, die zum glücklich(er) sein gehören und auch einige ganz einfach umzusetzende Dinge, die einen guten Boden für eine ganz sanfte und sichere  positive Veränderung bereiten.

Also EFT steht für emotionale Freiheit (Emotional Freedom Techniques). Freiheit kann erstmal ganz schön atemberaubend sein, aber man gewöhnt sich ja an alles....

Alles Liebe!

Martina