Eine Lanze für die Tierkommunikation

Therapiehof Elbtalaue, Martina Gnodtke

Zu früh für einen Nachruf…

…aber nie die falsche Zeit, um darauf aufmerksam zu machen: Tiere sind mehr! Viel mehr! Gerade für den spirituellen Weg haben sie uns so viel Entwicklungsimpulse zu geben! 

Heute Nacht ist ein großartiger Held von uns gegangen. Sein Name war Merlin! Und er war ein großer Zauberer, der von sich selbst so wenig wusste. Was wissen wir von ihm? 

Hier bei uns auf dem Hof ist Tierkommunikation Programm. Ich hab es mühsam in meine wissenschaftlichen Hirnwindungen gepflanzt bekommen. Diese Mühe haben sich vor allem mein Kater Tom-Tom und meine Stute Joy gemacht. Es war ein harter Weg. Und es ist viel, viel mehr, als nur zu erfahren, welche Lieblingsdecke mein Pferd hat, welchen Nachbarhund mein Hund doof findet, oder zu raten, dass meine Katze keinen Fisch mag. Es ist die Möglichkeit, Persönlichkeiten hautnah zu erfahren. Große Persönlichkeiten. Wie schon Publikumsliebling Kater Garfield sagte: Katzen sind auch nur kleine Menschen mit Fell und Fängen. Daran musste ich in den letzten Tagen oft denken. 

Wie nah kommen wir Menschen einander denn? Wieviel Masken müssen wir tragen, um als höflich zu gelten, um nicht anzuecken, um unseren Arbeitsplatz zu behalten? Was muss alles glatt gelebt werden, weggeputzt, geschniegelt und gebügelt sein, damit man nett miteinander über Belanglosigkeiten plaudern kann? Und wieviel schwere Stunden tragen  Menschen für sich allein, weil sie nicht wissen, wie es geht- wie es geht, um all die Konventionen herum zu klagen, zu weinen, zu lachen, sich zu halten und zu sagen: du bist Mensch wie ich! Ich verstehe dich, du bist gut so wie du bist und ich auch. 

Leute, wir verzehren uns nach Kontakt mit Tieren, weil es mit ihnen anders geht. Artgerechter über Artengrenzen hinweg. Natur-Getreu eben…., so, wie wir gedacht sind, so, wie wir alle gemacht sind. Mit Empathie, mit Emotionen, mit Rotz und Wasser heulen und vor Angst und Wut erbeben, sich nach Liebe sehnen und alles einfach mal aussprechen dürfen, ohne Angst vor Verurteilung.

In der Universellen Sprache des Herzens, die in der gesamten Natur verstanden wird, braucht es dafür keine Worte. Es braucht nur diese eine bestimmte innere Haltung, im Hier und Jetzt das Herz öffnen und alles kann fliessen. Wir sind in Sekunden informiert, wo mein Nächster steht, wie es ihm geht. Ob Mensch, ob Tier, ob Nachbar, ob Partner, ob Freund, ob Feind…. 

Und Merlin, unser großer Held, wo bleibt er in dieser Geschichte? Er hatte chronische Niereninsuffizienz, wie es ältere Kater oft betrifft. Eine Wunde kam hinzu, die nicht mehr heilen konnte. Über Tierkommunikation verständigten wir uns. Er wollte vom Sterben nichts wissen. Er hat doch sein Leben lang alles mühelos gepackt! Martina, mach nicht so ein Drama, das wird schon wieder gut. Mit Hilfe von Tierkommunikation und einer großartigen Heilerin, die die richtigen Worte zur richtigen Zeit fand, konnten Merlin und ich beide akzeptieren, wie der nächste Schritt aussieht. Am Morgen wären wir zum Tierarzt gefahren…. Doch er hat seinen Weg allein gefunden, ganz friedlich und in Geborgenheit. Der Prozess von –ich tu alles, was dich retten könnte- bis zur Einsicht, dass der Körper dem Geist kein Heim mehr geben kann, verlief mit Hilfe von Herzensverständigung in wenigen Stunden. Er hat vertraut, dass wir das Beste für ihn wollen, dass wir zeigen, was dran ist und er hat sich entschieden und nicht gezögert. 

Nachdem er sich als junger Kater in unser Herz gestohlen hat, mit Charme und viel Macho-Gehabe, und wir irgendwann zustimmten, dass er bleiben darf, ist er auch mit uns über 100 km umgezogen und hat hier sein Reich übernommen. Ein Jahr musste er es noch gegen andere Kater verteidigen und war dann 7 Jahre Alleinherrscher über dieses Revier. Er hat seine Sache immer zuverlässig und zur vollsten Zufriedenheit erledigt.  Verlässlich und treu bis zur letzten Sekunde! Merlin, so viel wäre  noch über dich zu sagen. So viel hast du uns allein gestern gezeigt und klar gemacht. 

Liebe Menschen, nutzt die Chance, lernt von Tieren. Sie sind noch nah am Ursprung, wie wir gemeint sind, wie es uns WIRK-lich gut gehen kann mit allem was IST! Sprecht doch einfach mal mit ihnen, (Kopf aus, Herz an, die inneren Ohren auf) und dann staunt….

Alles Liebe!

Martina