(D)eine Minute für den Wandel - die geistige Grundlage

Danken, für sich sorgen, mit den Zyklen leben, als Grundlage

Therapiehof Elbtalaue, Martina Gnodtke



Die ersten Wochen des Jahres sind mit den Gedanken und Eingebungen zum Thema „Kreise schliessen“ ins Land gegangen. Die Energie des Jahreslaufs hat Fahrt aufgenommen, wir befinden uns in der Ostara-Zeit, wo die bildenden Kräfte in der Natur sich am stärksten ausdehnen. Die Sonne steigt höher in ihrem Lauf, alle „Säfte“ steigen und auch in uns Menschen bricht sich die Lebensfreude und der Tatendrang Bahn nach dem langen Winter. Meine Gedanken über Kreise werden nun materieller und ich kann erkennen, dass die ersten drei Kreise, im Zeichen des Winters, sich mit sehr geistigen Prinzipien beschäftigt haben, was mir jetzt als DAS Fundament erscheint. Auf meiner Facebook-Seite „Therapiehof Elbtalaue“, habe ich drei Texte vorgestellt und möchte sie hier sozusagen stellvertretend für das Winterquartal zusammenfassen. Das rein Geistige, die Gedanken, die reinen Prinzipien zu den ersten und tiefsten wandelnden Kreisen betreffen den Umgang, den ich mit dem Geistigen eben habe. Der Dank, das für mich Sorgen und das Annehmen der Zyklen. Das sind ganz immaterielle Dinge, da geht es nur um das, was wir denken.  


Der Dankes-Kreis

Der kleinste, einfachste und am stärksten wandelnde Kreis, den wir schliessen können- in weit weniger als einer Minute sogar- ist das Danken! Sich seine Dankbarkeit bewusst zu machen, das ist ein starkes Signal an alle Ebenen des Seins. Körper, Geist und Seele und die energetische Ebene reagieren gleichermassen stark darauf. Jeder Dank, und sei er noch so klein und leise, löst einen Impuls der Freude aus. Ich sehe. dass etwas, das ich brauchte, wünschte oder das mir gut tut, angekommen ist und ich habe es angenommen. Von wo oder von wem es kommt, ist gar nicht so entscheidend. Aber der Dank schliesst einen Kreis. Etwas ist zu mir gelangt, ich nehme es an und ich signalisiere mir und dem Gebenden, dass ich das wahrgenommen habe. Wenn das zur Gewohnheit wird, ist es eine nie endende Quelle der Freude. Für mich war das Danken als tägliche Hausaufgabe der Anfang vom Weg aus der Depression in einen Heilungsweg. Ich bin sicher, dass das Danken allein mich geöffnet hat für weitere Möglichkeiten, meine Situation zu verbessern. Es ist nicht entscheidend, wem, wofür oder wie tief man dankt. Wichtig ist, die Haltung dazu zu verinnerlichen, zu erkennen, dass hier ein Kreis geschlossen wird. Was zu mir fliesst, die Energie, die ich in welcher Form auch immer bekomme, wird gesehen und gewürdigt und benannt und damit etwas zurückgegeben. Dadurch ist es rund und damit kann es fliessen... 

Danke für die Luft zum Atmen, danke für den neuen Tag, danke für alle, die bei mir sind und mit mir unsere Welt gestalten! Danke, dass ich danken kann


Der nächste Kreis, den ich persönlich für fundamental halte, ist der

„Ich sorge für mich-Kreis“.

Es ist auch ein sehr kleiner Kreis, doch er ist recht schwierig, denn es erfordert viel Mut und Vertrauen ins Große Ganze, ihn geschlossen zu halten. Ich vermute auch mal, dass er bei niemandem immer geschlossen ist, sondern es mal mehr, mal weniger gut und stabil gelingt, aber wenn, ist das Leben viel leichter. Es ist diese Sache mit der Eigenverantwortlichkeit.

„Ich sorge für mich“, das heisst: ICH sorge für mich- nicht du oder ein anderer muss für mich sorgen. Es heisst: Ich sorge für MICH- nicht für dich oder jemand anderen. Und: Ich SORGE für mich. Das heisst, ich mache mir aktiv  meine Befindlichkeiten bewusst, ich weiss, dass ich Bedürfnisse habe und erlaube mir das auch. Ich  erkenne und nehme wahr, welche Möglichkeiten und Ressourcen für mich bereit stehen und wenn ich wieder im Gleichgewicht bin und es mir gut geht, bemerke ich das auch, lasse los und „sorge“ mich nicht länger an dieser Stelle.  

Es heisst, ich bediene mich nicht bei anderen und ich erwarte auch nichts von irgendjemandem. Und ich muss auch nichts abliefern, weil ich vielleicht nicht sicher bin, was es „kostet“, meine Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Nur so kann es fliessen zwischen mir und den anderen, seien es Menschen oder andere Wesen oder auch unser Ökosystem. Dann ist jede Verbindung frei. Das ist die Grundlage für die berühmte bedingungslose Liebe. Dann wird jede Verbindung zu einer nährenden Quelle, in der beide Seiten frei-willig im Austausch stehen.

Ein Satz erhellt mein Leben schon seit vielen Jahren. Mein Mann sagt oft: „wenn ich morgens aufstehe, stelle ich mir vor, die Sonne scheint heute nur für mich!“ Ja, das erfordert Mut, ich hab ausprobiert, das auch für mich zu sagen. Nicht einfach! Aber ist es nicht eine absolut wundervolle Vorstellung? Die Sonne scheint heut nur für dich- und auch für dich- und für dich- für uns alle und das Licht wird dadurch nicht weniger. Jeder kann gleich viel bekommen, und doch das Gefühl haben, „es ist für mich, einfach so, bedingungslos“ …. Das ist ein Bild für das versorgt Sein aus der Quelle der Lebenskraft.

Nur du und das Große Ganze, mehr ist nicht nötig, dann ist der Kreis geschlossen.  

 

Mit dem Zyklus gehen

Es gibt eigentlich nur einen Zyklus. Energie (oder jeglicher andere Effekt) steigt auf, erreicht einen Höhepunkt, fällt ab, fällt auf einen Tiefpunkt und steigt wieder auf. Und das auf jeder erdenklichen Ebene. Der Herzschlag- Systole, Diastole. Einatmen, Ausatmen. Auf Aktivität folgt Erholung. Der Tageslauf. Der Mondzyklus. Der weibliche Zyklus. Der Jahreslauf. Ein Lebenslauf….und so weiter… und das setzt sich sowohl in die kleiner werdende Richtung fort, als auch in die größer werdende. Ein Kreis, der da ist. Immer und überall. Mach mit, oder geh dagegen an. Die freie Wahl ist gegeben. Was aus welcher Entscheidung folgt, liegt wohl auf der Hand. Mitgehen ergibt Synergie-Effekte, dh einfach „Schwung“. Die Zyklen nicht beachten, erfordert viel Eigenleistung. Wie also den Kreis schliessen? Einsteigen ins Karrussel, sich bewegen lassen. Sich bewusst machen, welcher Zyklus wann Geltung hat, wo wir gerade stehen und dann einschwingen, eintunen, mitgehen, sich mitreissen lassen, tanzen….

Klar gibt es äussere Umstände, die uns oft zwingen, gegen unseren Zyklus zu arbeiten. Aber was, wenn wir drauf achten und schon mal dort mitgehen, wo es möglich ist. Auf den Körper möglichst häufig hören, wenn er Ruhe braucht oder Bewegung. Da ich viel körperlich arbeite, habe ich festgestellt, dass diese Aktivitäts-/Erholungsmuster ca zwei bis drei Stunden dauern. Die Nachtruhe ehren, den weiblichen Zyklus ehren, mondfühlig werden, den Jahreskreis kennenlernen und erforschen. Hinschauen, wo es noch mehr Zyklen gibt. Der Schwung, der dabei entsteht, bringt einen richtig voran und es stellt sich eine Zufriedenheit ein, die „von ganz tief unten“ kommt, aus den Wurzeln.   


Alles Liebe!

Martina