Getrocknetes Gras- Heu, Heu, Heu

03.09.2018

Therapiehof Elbtalaue, Martina Gnodtke

Warum mein Hoftgebuch nun so eine lange Pause gemacht hat, wusste ich erst selbst nicht so genau. Beim Nachdenken fiel mir auf, was das alles überlagernde Thema der letzten Wochen gewesen ist: HEU! Nun ist es ja so, dass wir in unserer Pferdehaltung noch nie Heu hatten, da immer mindestens ein Pferd mit Heustauballergie auf dem Hof war und ich selber es auch nicht vertrage. Die Heulage, feucht und staubarm konserviertes Gras, gibt es dieses Jahr nicht, da das Gras schon auf dem Halm verdorrt ist. Also dachte ich mit Schrecken daran, dass wir nun bis mindestens nächsten Sommer hier jeden Tag mit Heu zu tun haben werden und ausserdem mit Husten, Atemnot, Tierarzt und Kräutern und Säften… Doch als die ersten Heuballen Mitte Juli hier ankamen, passierte- nichts! (Seit Mitte Juli füttern wir zu, die Weiden sind abgefressen und es ist einfach überhaupt nichts nachgewachsen wegen der Dürre). Erstaunlicherweise gab es ausser ein bisschen Schnauben und etwas Kratzen im Hals keine weiteren Reaktionen auf das Heu. Das ist schon ein kleines Wunder. 

Auch die Mengen an Heu zusammenzubringen, die wir im Winter voraussichtlich brauchen werden, ist eine ziemliche Herausforderung. Das Heu, das man bekommt, kann nicht geliefert werden, da die Elbe zu niedrig für den Fährverkehr ist. Ich musste viele, viele Touren fahren, um die Heuballen in Dreierportionen herzubringen, oder kleine Ballen mit dem Pferdehänger… ob es reicht, was wir bis jetzt haben, wird sich erst im Laufe des Herbstes- ob noch Gras wachsen wird- und des Winters- ob er hart oder mild wird- zeigen. Ob wir noch eine Lieferung bekommen können oder ich im Winter jede Woche drei Großballen mit dem Auto über die Elbbrücke holen muss, auch das steht noch in den Sternen. Eine große Aufgabe in Sachen Vertrauen üben. 

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